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Manfred Weber

Europäisches Parlament EVP-Fraktion CSU

Mitglied des Europäischen Parlaments | Stellvertretender Vorsitzender der EVP-Fraktion
Bezirksvorsitzender der CSU Niederbayern

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Oct 06

Die Integrationsdebatte ist notwendig

von
Manfred Weber
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Durch die Rede von Christian Wulff zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit hat seit Sommer intensiv geführte Integrationsdebatte in Deutschland neuen Schwung bekommen. Sie ist dringend notwendig. Ich bin mir sicher, dass es höchste Zeit ist, alle Facetten der Integration in unserem Land zu betrachten: die positiven wie auch die negativen. Dabei dürfen keine Tabus aufgebaut werden, weil sich dann viele, die sich Sorgen machen, nicht mehr ernst genommen fühlen. Ich habe im Interview mit dem Deutschlandfunk - und auch in anderen Veröffentlichungen davor - meine Meinung gesagt (siehe Links auf dieser Seite). Ich würde mich freuen, auch Ihre Ansicht zu diesem für unser Land so wichtigen Thema zu erfahren.

1Kommentar

  • Mittwoch, 24. November 2010, 04:01 Uhr Gunnar Glitscher, Darmstadt

    Sehr geehrter Herr Weber,

    Sie schreiben 'Ich bin mir sicher, dass es höchste Zeit ist, alle Facetten der Integration in unserem Land zu betrachten: die positiven wie auch die negativen.'

    Im Deutschlandfunk meinten Sie weiter, 'Ich glaube, dass Gottesbezug was Wertvolles ist und Einstellung zum Glauben auch was Wertvolles ist', sprechen einige Sätze später aber den muslimischen Mitbürgern die Fähigkeit ab, zu den Werten, die unsere Gesellschaft ausmachen, beitragen zu können.

    Siehe:
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1288617/

    Sie meinen also tatsächlich, Muslime, die sich menschlich solidarisch, hilfsbereit, verlässlich, ehrlich und als Freund einbringen, würden damit keinen wertvollen Beitrag für unsere Gemeinschaft liefern?

    Abgesehen davon: Zu den Errungenschaften der Aufklärung gehören auch die Wissenschaften. Wissen Sie, wer den Sinussatz entdeckte und wer ihn bewies? Nein?

    Dies sollte im Mathematikunterricht ruhig einmal erwähnt werden, denn Wissen ist der beste Schutz gegen Voreingenommenheit:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sinussatz

    Nebenbei: Ein anderer muslimischer Gelehrter war ein Vordenker des kopernikanischen Weltbildes... :

    'Ibn al-Shatir schlug ein System vor, welches approximativ geozentrisch war, nachdem trigonometrisch bewiesen wurde, dass die Erde nicht den Mittelpunkt des Universums darstellte.'
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ibn_asch-Schatir

    Wir erinnern uns auch: Es waren katholische Christen, die sich mühten, gegen Glaubensbrüder (!) die Durchsetzung jener Lehren unter Todesandrohungen zu verhindern - und nicht 'der Islam'.

    Sie baten um die Meinung von Mitbürgern.

    Meine Meinung lautet: Ihre Aussage, der Islam habe mit den Grundwerten unserer Gesellschaft nichts zu tun, ist schlicht falsch.

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